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DHH841 > FUNK 03.03.07 12:42l 69 Lines 3106 Bytes #999 (360) @ DEU
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Rettungsfunk gestoert: Haftbefehl wegen Mordversuchs (updated)
Weil er den Funkverkehr eines Rettungshubschraubers gestoert hatte, ist der
Leiter einer Rettungswache in Saarburg (Rheinland-Pfalz) unter dem Verdacht
des Mordversuchs verhaftet worden.
Dem 47-Jaehrigen wird vorgeworfen, in vier Faellen minutenlange Dauertraeger
auf der Funkfrequenz eines Rettungshubschraubers aus dem benachbarten
Luxemburg ausgesendet zu haben. Die Stoerungen fanden immer dann statt, wenn
sich der Hubschrauber im Rettungseinsatz befand und Menschen mit lebens-
bedrohlichen Erkrankungen an Bord hatte. Weil dem Beschuldigten dies bewusst
war und er die Gefaehrdung von Menschenleben offenbar in Kauf nahm, geht die
Staatsanwaltschaft von Mordversuch aus.
Der Verhaftung waren umfangreiche Funkmessungen der Bundesnetzagentur
vorausgegangen. Diese konnte schliesslich eindeutig die Leitstelle der
Rettungswache, in der der Beschuldigte taetig war, als Stoerquelle ausfindig
machen.
Als moeglichen Grund fuer die Stoeraktionen nennt die Staatsanwalt "Angst vor
der Konkurrenz". Der luxemburgische Rettungshubschrauber ist fuer ein
konkurrierendes Rettungsunternehmen taetig. Der Beschuldigte hat offenbar
versucht, durch die Stoerungen das Konkurrenzunternehmen in Misskredit zu
bringen. Denkbar ist auch ein Racheakt: Der Beschuldigte war bis zum Jahre
1998 bei dem Konkurrenzunternehmen als Rettungsassistent taetig und ist dann
im Streit ausgeschieden.
- wolf -
Nachtrag vom 03.03.2007:
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Nach Informationen der Regionalzeitung "Trierischer Volksfreund" hat das
Landgericht Trier den Haftbefehl inzwischen aufgehoben. Offensichtlich sah
das Gericht keine Fluchtgefahr. Der Beschuldigte, der den Tatvorwurf
bestreitet, kann nun in Freiheit auf seinen Prozess warten.
Wie zwischenzeitlich bekannt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft bereits
seit Juni vergangenen Jahres gegen den Beschuldigten. In einem damaligen
Bericht des rheinland-pfaelzischen Innenministeriums ist von mehr als
50 Stoerfaellen die Rede, von denen zum damaligen Zeitpunkt rund die Haelfte
ausgewertet war.
Die Folgen der Stoerungen seien schwerwiegend gewesen. So haetten z.B.
Warnmeldungen vor Hochspannungsleitungen nicht durchgegeben werden koennen
und eine Abstimmung zwischen der Besatzung des Rettungshubschraubers und den
Rettungskraeften am Boden sei oftmals nicht moeglich gewesen. In zwei Faellen
sei es wegen der massiven Funkstoerungen zu schwerwiegenden Luftzwischen-
faellen gekommen, wobei in einem Fall der Hubschrauber beinahe den Boden
beruehrt haette.
© FM-FUNKMAGAZIN
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Quelle: http://www.funkmagazin.de/15027.htm
73 de Hans!
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