OpenBCM V1.13-38-g65b7 (Linux)

Packet Radio Mailbox

DBO841

[Box Weng]

 Login: GAST





  
DHH841 > FUNK     03.03.07 12:42l 69 Lines 3106 Bytes #999 (360) @ DEU
BID : 33HDBO84100E
Read: DHH841 GAST HF1BKM
Subj: Updated: Rettungsfunk gestoert: Haftbefehl wegen Mordversuchs
Path: DBO841
Sent: 070303/1042z @:DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU [LA JN68EP] OBcm1.06b59 LT:360
From: DHH841 @ DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU (Hans)
To:   FUNK @ DEU
X-Info: Sent with login password

Rettungsfunk gestoert: Haftbefehl wegen Mordversuchs   (updated)

Weil er den  Funkverkehr eines Rettungshubschraubers  gestoert hatte, ist der
Leiter einer Rettungswache in Saarburg (Rheinland-Pfalz)  unter  dem Verdacht
des Mordversuchs verhaftet worden.

Dem 47-Jaehrigen wird vorgeworfen,  in vier Faellen minutenlange Dauertraeger
auf  der  Funkfrequenz  eines  Rettungshubschraubers   aus  dem  benachbarten
Luxemburg ausgesendet zu haben.  Die Stoerungen fanden immer dann statt, wenn
sich der  Hubschrauber im Rettungseinsatz befand  und  Menschen  mit  lebens-
bedrohlichen Erkrankungen an Bord hatte.  Weil dem Beschuldigten dies bewusst
war und er die Gefaehrdung von Menschenleben offenbar in Kauf nahm,  geht die
Staatsanwaltschaft von Mordversuch aus.

Der   Verhaftung  waren   umfangreiche  Funkmessungen  der  Bundesnetzagentur
vorausgegangen.  Diese  konnte  schliesslich  eindeutig  die  Leitstelle  der
Rettungswache,  in der der Beschuldigte taetig war, als Stoerquelle ausfindig
machen.

Als moeglichen Grund fuer die Stoeraktionen nennt die Staatsanwalt "Angst vor
der  Konkurrenz".   Der  luxemburgische  Rettungshubschrauber  ist  fuer  ein
konkurrierendes  Rettungsunternehmen  taetig.   Der Beschuldigte hat offenbar
versucht,  durch  die  Stoerungen das Konkurrenzunternehmen  in Misskredit zu
bringen.   Denkbar ist auch ein Racheakt:  Der Beschuldigte war bis zum Jahre
1998 bei dem Konkurrenzunternehmen  als Rettungsassistent taetig und ist dann
im Streit ausgeschieden.

    - wolf -

Nachtrag vom 03.03.2007:
------------------------

Nach   Informationen der Regionalzeitung   "Trierischer Volksfreund"  hat das 
Landgericht  Trier  den Haftbefehl inzwischen aufgehoben.  Offensichtlich sah 
das  Gericht  keine  Fluchtgefahr.   Der  Beschuldigte,  der  den  Tatvorwurf 
bestreitet, kann nun in Freiheit auf seinen Prozess warten. 

Wie zwischenzeitlich bekannt wurde,  ermittelt die Staatsanwaltschaft bereits 
seit  Juni  vergangenen Jahres  gegen  den Beschuldigten.  In einem damaligen 
Bericht   des  rheinland-pfaelzischen  Innenministeriums  ist  von  mehr  als 
50 Stoerfaellen die Rede,  von denen zum damaligen Zeitpunkt rund die Haelfte 
ausgewertet war. 

Die  Folgen der Stoerungen  seien  schwerwiegend  gewesen.  So  haetten  z.B. 
Warnmeldungen vor Hochspannungsleitungen  nicht  durchgegeben  werden koennen 
und eine  Abstimmung zwischen der Besatzung des Rettungshubschraubers und den 
Rettungskraeften am Boden sei oftmals nicht moeglich gewesen. In zwei Faellen
sei es wegen der  massiven Funkstoerungen  zu  schwerwiegenden  Luftzwischen-
faellen gekommen,  wobei  in einem Fall  der Hubschrauber beinahe  den  Boden 
beruehrt haette. 


© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de

Dieser  Beitrag  darf  ungekuerzt  und  mit Quellenangabe in nichtgewerbliche
Medien  (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprueche, CB-Packet-Radio) uebernommen
werden.

--

Quelle: http://www.funkmagazin.de/15027.htm

73 de Hans!

- DHH841 - Hans - Weng JN68EP - Sysop der DBO841 - eMail: dhh841@freenet.de -
           * IG Funkfreunde Landshut, www.funkfreundelandshut.de *




Lese vorherige Mail | Lese naechste Mail


 06.04.2026 13:20:22lZurueck Nach oben