| |
DHH841 > FUNK 30.08.13 19:58l 49 Lines 2149 Bytes #999 (360) @ FFL
BID : U8NDBO84102M
Read: DHH841 GAST HF1BKM
Subj: Angst vor "Elektrosmog" kostete die Stadt Eppingen 13.500 Euro...
Path: DBO841
Sent: 130830/1758z @:DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU [Weng JN68EP] OBcm1.07b11 LT:360
From: DHH841 @ DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU (Hans)
To: FUNK @ FFL
X-Info: Sent with login password
Angst vor "Elektrosmog" kostete die Stadt Eppingen 13.500 Euro...
Proteste von verängstigten Bürgern gegen die Errichtung eines Mobilfunksenders
haben die baden-württembergische Stadt Eppingen 13.500 Euro gekostet.
Was war geschehen?
Weil die Mobilfunkversorgung im Eppinger Ortsteil Mühlbach mangelhaft war,
beschloss die Stadtverwaltung Anfang 2011, im Turm des Mühlbacher Rathauses
einen Mobilfunksender durch den Netzbetreiber Telefónica errichten zu lassen.
Verängstigte Anwohner protestierten daraufhin gegen die Errichtung der Anlage.
Sie befürchteten, dass die elektromagnetischen Felder des geplanten
Mobilfunksenders gesundheitliche Beschwerden verursachen könnten - insbesondere
bei Schülern und Kindern eines Kindergartens in der Nachbarschaft.
Die Situation eskalierte, als im Frühsommer 2011 Bauarbeiter anrückten und die
Anlage errichten wollten, Die Anwohner blockierten die Zufahrt zum Gebäude und
die Arbeiter mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen.
Um die Lage nicht zu verschärfen, erließ die Stadt Eppingen daraufhin einen
Baustopp und beschloss letztendlich, den Vertrag mit Telefónica zu kündigen.
Telefónica forderte daraufhin 13.500 Euro für erbrachte Vorleistungen. Die
Stadt zahlte diese Summe schließlich u.a. mit der Begründung, dass eine
gerichtliche Auseinandersetzung mit Telefónica die gleichen Kosten verursacht
hätte.
Inzwischen hat sich auch der "Bund der Steuerzahler" (BdSt) der Sache
angenommen. Wie die örtliche Presse berichtet, prüft der BdSt derzeit, ob in
diesem Fall öffentliche Gelder verschwendet wurden. Ein Stuttgarter
BdST-Sprecher rügte, der Betrag von 13.500 Euro sei "ohne Gegenleistung in den
Sand gesetzt worden". Der Bund der Steuerzahler kann zwar keine Sanktionen
verhängen, aber er kann Fälle von Steuerverschwendung in seinen Publikationen -
insbesondere in seinem gefürchteten "Schwarzbuch" - anprangern.
- wolf -
© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de
Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche Medien
(z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.
--
Quelle: http://www.funkmagazin.de/300813.htm
73 de Hans!
Lese vorherige Mail | Lese naechste Mail
| |