OpenBCM V1.13-38-g65b7 (Linux)

Packet Radio Mailbox

DBO841

[Box Weng]

 Login: GAST





  
DHH841 > FUNK     10.08.13 09:14l 47 Lines 2151 Bytes #999 (360) @ FFL
BID : A8NDBO841012
Read: DHH841 GAST HF1BKM
Subj: "Fingerabdruck" des Sendesignals ermöglicht Handy-Identifizierung
Path: DBO841
Sent: 130810/0714z @:DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU [Weng JN68EP] OBcm1.07b11 LT:360
From: DHH841 @ DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU (Hans)
To:   FUNK @ FFL
X-Info: Sent with login password

"Fingerabdruck" des Sendesignals ermöglicht Handy-Identifizierung

Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden haben ein Verfahren
entwickelt, mit dessen Hilfe sich GSM-Handys anhand des "Fingerabdrucks" ihres
Sendesignals identifizieren lassen. 

Die Dresdner Wissenschaftler nutzten dazu den Umstand, dass das Sendesignal
eines jeden Handys aufgrund von Fertigungstoleranzen der Gerätebauteile
bestimmte individuelle Merkmale aufweist. Durch Auswertung dieser Merkmale
lässt sich nahezu jedes Handy identifizieren. Bei Testreihen mit 13 Handys
gelang es den Wissenschaftlern mit einer Genauigkeit von mehr als 97 Prozent,
das Sendesignal dem jeweiligen Gerät zuzuordnen.

Anwendungsgebiete für diese Technik sehen die Dresdner Forscher z.B. bei der
Verfolgung von Straftaten. Die Identifizierung von GSM-Handys über die
Geräte-Kennung IMEI gilt als unsicher, weil diese Kennung mit Hilfe
entsprechender Software geändert werden kann. Der individuelle "Fingerabdruck"
eines Handy-Senders wird dagegen als weitgehend fälschungssicher angesehen. 

Die Dresdner Wissenschaftler beschreiben ihr Verfahren zur
Handy-Identifizierung in einer (englischsprachigen) Studie, die im Internet
unter http://www.dence.de/publications/Hasse13_GSMMobilePhoneIdentification.pdf
heruntergeladen werden kann.

Das Prinzip, Funkgeräte anhand ihres "Fingerabdrucks" zu identifizieren, ist
nicht neu. Bereits im Jahre 1994 hatte der amerikanische Funkamateur Phil
Farrell, K7PF, ein solches Verfahren entwickelt und kommerziell vermarktet. Im
Jahre 1995 brachte Richard Rager, KB8RLN, das DOS-Programm "Xmit_ID" heraus,
mit dessen Hilfe sich Sender anhand ihres Einschwingverhaltens identifizieren
lassen (das Funkmagazin berichtete). Umfassende Informationen zu diesem
Programm sowie eine Downloadmöglichkeit stehen auch heute noch im Internet
unter www.qsl.net/n/n9zia//xmit_id/ zur Verfügung.

- wolf -

© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de

Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche Medien
(z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.

--

Quelle: http://www.funkmagazin.de/100813.htm

73 de Hans!
 


Lese vorherige Mail | Lese naechste Mail


 08.04.2026 01:40:15lZurueck Nach oben