| |
DHH841 > FUNK 14.04.13 11:38l 69 Lines 3508 Bytes #999 (360) @ FFL
BID : E4NDBO84101M
Read: DHH841 HF1BKM GAST
Subj: Bundesregierung: Keine gesundheitlichen Gefahren durch TETRA
Path: DBO841
Sent: 130414/0938z @:DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU [Weng JN68EP] OBcm1.07b5 LT:360
From: DHH841 @ DBO841.#NDB.BAY.DEU.EU (Hans)
To: FUNK @ FFL
X-Info: Sent with login password
Bundesregierung: Keine gesundheitlichen Gefahren durch TETRA
Die Bundesregierung sieht keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit
der Bevölkerung durch den Betrieb des neuen digitalen TETRA-BOS-Funknetzes. Das
geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der
Bundestagsfraktion der Partei "Die Linke" hervor.
"Die Linke" hatte u.a. gefragt, welche Erkenntnisse zu "gesundheitlichen
Risiken" des TETRA-Funks der Bundesregierung vorliegen und welche Maßnahmen zum
Gesundheitsschutz der Bevölkerung vorgesehen sind.
Die Bundesregierung antwortete, dass alle Regelungen zum Schutz von Personen
vor elektromagnetischen Feldern beim Aufbau und Betrieb des
BOS-Digitalfunknetzes ausnahmslos eingehalten würden.
Speziell zu TETRA habe es in Nachbarländer, in denen TETRA bereits genutzt wird
(z.B. Belgien, den Niederlanden und Großbritannien) Forschungsstudien zur
Nutzung von TETRA gegeben. Bei keiner dieser wissenschaftlichen Untersuchungen
habe es einen Hinweis darauf gegeben, "dass sich die bei TETRA verwendeten
Funkwellen bei Einhaltung gesetzlich vorgegebener oder empfohlener Grenzwerte
nachteilig auf die Gesundheit auswirken".
Auch die "Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit
Sicherheitsaufgaben" (BDBOS) habe zwei Studien zu TETRA in Auftrag gegeben. Von
der ersten Studie (der sog. "SAR-Werte-Studie) läge bereits ein Zwischenbericht
vor. Daraus gehe hervor, dass "die empfohlenen Grenzwerte für die berufliche
Nutzung unter den vorgesehenen alltagstypischen Randbedingungen eingehalten
werden" und "diesbezüglich (...) keine gesundheitlichen Gefahren zu erwarten"
seien. Die zweite Studie (die sog. "Probanden-Studie") wird voraussichtlich
Ende 2013 abgeschlossen sein.
Zudem - so die Bundesregierung weiter - würden sich seit den 50er-Jahren
zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen mit der Umweltwirkung von
Funkwellen beschäftigen. Die Diskussionen in der Öffentlichkeit über mögliche
Auswirkungen elektromagnetischer Felder habe die Bundesregierung zum Anlass
genommen, "eine weitreichende Überprüfung der bestehenden Grenzwerte
vorzunehmen und ein nationales Forschungsprogramm, das Deutsche
Mobilfunkforschungsprogramm, einzuleiten".
Alle von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Forschungsarbeiten seien zu
ein und demselben Ergebnis gekommen: Es gebe keine Hinweise, die eine Revision
der aktuellen Grenzwerte erforderlich machen würden. Zwar bezögen sich die
meisten Studien auf die Frequenzen des öffentlichen Mobilfunks, weniger auf
TETRA. In der Gesamtheit aller bisherigen Forschungsstudien im Bereich der
Hochfrequenz seien aber keine Wirkungsmechanismen nachgewiesen worden, die von
der Frequenz oder Modulation abhängig wären. Dies betreffe sowohl thermische
als auch nichtthermische (athermischen) Effekte.
In Übereinstimmung mit internationalen und mehreren nationalen
Strahlenschutzgremien könne nach heutigem Kenntnisstand festgestellt werden,
dass "innerhalb der empfohlenen Grenzwerte keine negativen gesundheitlichen
Auswirkungen der verschiedenen Telekommunikationstechnologien, damit auch des
Digitalfunk BOS, nachgewiesen" wurden. Der Schutz vor gesundheitlichen Gefahren
sei demnach bei Einhaltung der Grenzwerte zu jeder Zeit gegeben.
- wolf -
© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de
Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche Medien
(z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.
--
Quelle: http://www.funkmagazin.de/140413.htm
73 de Hans!
Lese vorherige Mail | Lese naechste Mail
| |