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DAKfCBNF-Tagung am 28. April in Ebermannstadt (Rueckblick)
Am 28. April 2007 fand in Ebermannstadt (Franken) die Fruehjahrstagung des
Deutschen Arbeitskreises fuer CB- und Notfunk e.V. (DAKfCBNF) statt.
An der Veranstaltung nahmen 21 Delegierte aus vier Mitgliedsvereinigungen
teil. Wie schon im vergangenen Jahr durften Delegierte und Gaeste an der
Tagung nur mit einem Zutrittsausweis teilnehmen, der Wochen vorher beim
DAKfCBNF beantragt werden musste.
Als Gast war u.a. Dipl.-Ing. Wolfgang Schnorrenberg von der Firma Alan
Electronics (Albrecht) erschienen.
Dem Journalisten Alexander Eisele (rpa Radio) und seiner Frau wurde die
Teilnahme an der Veranstaltung verwehrt, weil sie sich nicht rechtzeitig
angemeldet hatten. (Siehe dazu die Anmerkung am Schluss dieses Beitrags.)
Die Firma Alan Electronics hat beschlossen, Mitglied im DAKfCBNF zu werden.
Das Unternehmen will damit vermehrt den Kontakt zu den Anwendern suchen.
Bereits in den neunziger Jahren war die damalige Firma Albrecht (die
inzwischen in der Firma Alan aufgegangen ist) zusammen mit weiteren
Industrievertretern Mitglied im DAKfCBNF.
Auf breite Zustimmung der Delegierten stiess der Beschluss des Vorstands, ein
(Zitat:) "Wiederaufleben der Mitgliedschaft" des DAKfCBNF in der ECBF
anzustreben (Anmerkung der Red.: gemeint ist die "ECBF Warschau" unter Enrico
Campagnoli). Es soll bei Campagnoli angefragt werden, unter welchen
Bedingungen dies moeglich sei. Auf die Frage eines Delegierten, ob ein Land
durch mehrere Vereinigungen in der ECBF vertreten sein koennte, antwortete
Ahne, die Satzung der ECBF wuerde dem nicht entgegen stehen. Der jaehrliche
ECBFMitgliedsbeitrag wuerde ca. 50 Dollar betragen.
Scharfe Kritik an der DAKfCBNF-Homepage aeusserte der Delegierte Udo Knoop.
Die Homepage sei ein "Bilderraetsel" - es lasse sich daraus nicht ersehen,
wer der DAKfCBNF sei, worin seine Aufgaben bestuenden und welches seine
Mitglieder seien. Auf die Frage von Knoop, warum im Impressum die Privat-
anschrift von Franz Ahne angegeben sei, antwortete der Vorstand, Ahne sei
"befugt, Post entgegenzunehmen".
Wolfgang Schnorrenberg berichtete, dass es in der EU Bestrebungen gibt, auch
die Empfaenger-Empfindlichkeit von Funkgeraeten zu normen. Solche Normen fuer
die Empfaenger-Empfindlichkeit existieren bereits - deren Einhaltung ist
jedoch freiwillig. Wenn die Einhaltung zur Pflicht werde, dann wuerden sich
die CB-Funkgeraete um etwa 40 bis 60 Prozent verteuern. Niedrigpreisige
Geraete (wie z.B: das Albrecht AE 4200) koennten ueberhaupt nicht mehr
angeboten werden; SSB-Geraete waeren zu einem akzeptablen Preis nicht mehr zu
produzieren.
Die AFD hatte drei Antraege gestellt, bei denen es um die Freigabe von zwei
zusaetzlichen Kanaelen fuer Gateways im Bereich der CB-Kanaele 1 bis 40 und
die Zulassung des Anschlusses externer Antennen an PMR446- und "Freenet"-
Geraete ging. Diese Antraege wurden von den Delegierten einstimmig
angenommen.
Zur Zulassung externer Antenne an PMR446- und "Freenet"-Geraeten merkte
Wolfgang Schnorrenberg an, dass es dazu bereits einen Vorstoss der Firmen
Alan und Stabo bei der Bundesnetzagentur gegeben habe. Die Bundesnetzagentur
sei grundsaetzlich nicht abgeneigt, externe Antennen an solchen Geraeten
zuzulassen. Sie hat jedoch Bedenken, saemtliche Antennenarten freizugeben.
Die Behoerde befuerchtet Missbraeuche wie zum Beispiel bei WLAN-Anlagen, bei
denen mitunter Richtantennen mit erheblichem Gewinn verwendet werden. Denkbar
waere eine Loesung, bei der der Hersteller eines PMR446- bzw. Freenet-
Geraetes in den produktbegleitenden Unterlagen explizit angibt, welche
externen Antennen an das betreffende Geraet angeschlossen werden duerfen.
Das AFD-Mitglied Bernd Boehle wurde mit 20 Ja-Stimmen zum neuen Vorsitzenden
des DAKfCBNF gewaehlt (Boehle selbst enthielt sich der Stimme). Bernd Boehle
war bisher in der CB-Vereinsszene weitgehend unbekannt. Der gelernte
Elektromechaniker hat sich in zahlreichen Seminaren fortgebildet und ist
heute bei einem grossen deutschen Unternehmen im Bereich der elektronischen
Anwendungstechnik taetig. Boehle betreibt seit vielen Jahren Hobbyfunk und
ist seit 2005 Mitglied der AFD.
Der von einigen Teilnehmern erwartete Bundeswirtschaftminister Glos war zur
DAKfCBNF-Tagung nicht erschienen. Der Minister hatte bereits im Vorfeld
mitteilen lassen, dass er im ersten Halbjahr 2007 keinen Termin frei hat. Als
"Ersatz" sollte die Bundestagsabgeordnete Dorothee Baer erscheinen. Auch Frau
Baer sagte ab, weil sie in Wuerzburg an einem Treffen mit dem oester-
reichichen Wirtschaftsminister teilnahm. Sie uebersandte ein Grusswort, in
dem sie unter anderem auf die Aufgabe des DAKfCBNF als "Schnittstelle"
hinwies.
Die naechste Tagung des DAKfCBNF soll am 24. November 2007 anlaesslich des
25-jaehrigen Bestehens des Vereins im Raum Hassfurt stattfinden. Der DAKfCBNF
hofft, Minister Glos fuer diese Veranstaltung zu gewinnen. Glos soll dort
auch die Preisverleihung fuer die bisher weitgehend unbekannte Aktion "Funker
helfen im Strassenverkehr" vornehmen.
- wolf -
Anmerkung:
Dieser Bericht ist nicht vollstaendig, weil der Autor nicht waehrend der
gesamten Tagung anwesend war.
Die Berichterstattung ueber die DAKfCBNF-Tagung wurde vor Ort massiv
behindert: Dem Journalisten Alexander Eisele und seiner Frau wurde vom
DAKfCBNF-Ehrenvorsitzenden Franz Ahne der Rauswurf angedroht fuer den Fall,
dass sie am "offiziellen" Teil der Tagung teilnehmen wuerden (beide hatten
sich nicht formal an die Anmeldeprozedur des Vereins gehalten). Eine
Teilnahme der beiden waere sowohl raeumlich als auch "sicherheitstechnisch"
problemlos moeglich gewesen, denn es standen genuegend leere Plaetze im Saal
zur Verfuegung und der "ranghohe politische Gast", der als Vorwand fuer die
vorherige "Sicherheitsueberpruefung" diente, hatte abgesagt.
Auch hatte der DAKfCBNF vorab zu verstehen gegeben, dass er die Bericht-
ertattung ueber die Tagung "exklusiv vergeben" habe. Eine solche "Exklusiv-
Vergabe" bedeutet stets auch eine Einschraenkung der Arbeit anderer, freier
Presseorgane. Dies laesst den Eindruck entstehen, dass der Verein eine freie
und unabhaengige Berichterstattung ueber diese Veranstaltung nicht wuenscht.
Das Funkmagazin ist an einen solchen "Exklusiv-Vertrag", den ein Verein
angeblich mit einem anderen Presseorgan geschlossen hat, nicht gebunden. Wir
beschraenken unsere Berichterstattung in diesem Falle jedoch auf Kernpunkte,
von denen wir meinen, dass sie fuer die Oeffentlichkeit von Interesse sind.
Wer weitergehende Informationen zu der Tagung haben moechte, der wende sich
bitte direkt an den DAKfCBNF. Die Kontaktdaten des Vereins sind unter
www.dakfcbnf.org/I.html zu finden.
© FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de
Dieser Beitrag darf ungekuerzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche
Medien (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprueche, CB-Packet-Radio) uebernommen
werden.
--
Quelle: http://www.funkmagazin.de/29047.htm
73 de Hans!
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