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DHH841 > FUNK 01.04.07 09:25l 57 Lines 2579 Bytes #999 (360) @ DEU
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01. April 2007
Die "Aqua-Antenne" - eine Symbiose aus Technik und Natur
Ueber eine neuartige Antennenform berichtet die Zeitschrift "Funkamateur" in
ihrer April-Ausgabe.
Die Antenne traegt die Bezeichnung "Aqua-Antenne" und sticht besonders durch
ihre ungewoehnliche Bauart hervor: Sie besteht im Grunde aus einem Wasser-
bassin - im vorliegenden Falle aus einem herkoemmlichen Zimmeraquarium -, das
ueber eine Einkoppelspule mit einem Funkgeraet verbunden ist.
Die Aqua-Antenne macht sich die elektromagnetischen Eigenschaften der im
Wasser befindlichen Mikroben zunutze. Solche Mikroben kommen in jedem
Aquarium vor, sie leben von den Ausscheidungen der Fische. Interessant sind
die elektromagnetischen Eigenschaften dieser Mikroben: Sie wirken, aus
antennentechnischer Sicht betrachtet, wie Hertzsche Dipole in Mikroaus-
fuehrung.
Das ueber die Einkoppelspule zugefuehrte Sendesignal bringt diese Mikroben-
"Dipole" auf der Sendefrequenz zum Schwingen. Bedingt durch die grosse Anzahl
der Mikroben entsteht somit eine hocheffiziente Sende- und Empfangsantenne.
Durch die beispielhafte Symbiose aus technischer Innovation und Natur bietet
diese Antenne dem interessierten Funkfreund die Moeglichkeit, gleichzeitig
seinem Funkhobby nachzugehen und der Verbundenheit zur Aquaristik Ausdruck zu
verleihen. Ein durchaus erwuenschter Nebeneffekt besteht darin, dass durch
die unauffaellige und sich harmonisch in die Wohnlandschaft einfuegende
Bauweise der Aqua-Antenne auch argwoehnische, dem Hobbyfunk nicht freundlich
gesonnene Nachbarn kaum Verdacht schoepfen werden.
Eine Schaedigung der im Aquarium befindlichen Fische durch das elektromag-
netische Feld ist nicht zu befuerchten. Auf einem Foto der Versuchsanordnung,
das in der besagten Fachzeitschrift veroeffentlicht wurde, machen die um die
Einkoppelspule herumschwimmende Fische einen zufriedenen und entspannten
Eindruck. Von Versuchen, zur Verbesserung der Wirkungsgrades das Wasser durch
Dihydrogenmonoxid zu ersetzen, wurde jedoch aus Umweltschutzgruenden vorerst
abgesehen.
Die bisherigen Experimente mit der Aqua-Antenne fanden nur auf dem 80- und
40-Meter-Amateurfunkband statt. Es ist damit zu rechnen, dass findige
CB-Funker diese innovative Idee aufgreifen und die Aqua-Antenne auch fuer das
11-Meter-Band nutzbar machen werden ;-)
- wolf -
© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de
--
Quelle: http://www.funkmagazin.de/01047.htm
73 de Hans! ;-)
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