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DHH841 > FUNK     09.03.07 00:08l 67 Lines 3273 Bytes #999 (360) @ DEU
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Subj: CeBIT: Neue Anwendungen fuer Inhouse-Powerline
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CeBIT: Neue Anwendungen fuer Inhouse-Powerline

Der  Aachener  Powerline-Geraeteanbieter Devolo  will  auf  der Computermesse 
CeBIT einen netzwerkfaehigen TV-Tuner vorstellen, mit dem Videosignale in das
haeusliche Stromnetz eingespeist werden koennen. Mit Hilfe dieses Geraet soll
es moeglich sein,  dass jede Steckdose im Haushalt auch als TV-Antennenbuchse 
genutzt werden kann.

Ausserdem plant Devolo eine netzwerkfaehige Festplatte,  die  - ebenfalls per 
Inhouse-Powerline  -  mit dem  haeuslichen Computernetzwerk  verbunden werden 
kann.  Die Uebertragungsrate soll nach Angaben von Devolo  bis zu  200 MBit/s 
betragen. Das Geraet soll im vierten Quartal 2007 auf den Markt kommen. 

Die  Powerline-Technologie  wird  seit Jahren  heftig kritisiert,  weil dabei 
Hochfrequenzsignale  auf  ungeschirmten  Stromleitungen  uebertragen  werden. 
Wegen der  fehlenden Abschirmung  wirken  die Stromleitungen wie Antennen und 
koennen dadurch Stoerungen insbesondere im Kurzwellenbereich verursachen.

Devolo  benutz  fuer  seine   Inhouse-Geraete  eigenen  Angaben  zufolge  den 
Frequenzbereich von  ca. 4 MHz bis ca. 21 MHz.  Die spektrale Sendeleistungs-
dichte  der  Devolo-Geraete  soll  in  diesem  17 MHz  breiten  Segment  nach 
Herstellerangaben knapp 160 Milliwatt betragen (auf Amateurfunkbaendern knapp
160 Mikrowatt).  Devolo  meint,  die  ausgesendeten Signale  wuerden  "in der 
gleichen Groessenordnung  wie  die  Stoersignale anderer Verbraucher" liegen. 
Damit wuerden Devolo-Geraete  "nicht mehr Stoerungen  als  zum  Beispiel eine 
Bohrmaschine" erzeugen.

Funkamateure und Kurzwellenhoerer sehen das offenbar ganz anders.  Bereits im 
Jahre 2003 hatte der Funkamateur Ingo Dittrich, DK9MD,  testweise ein Devolo-
Powerline-Modem  in seinem Haus in Betrieb genommen,  Dittrich bezeichnet das 
Ergebnis als "erschreckend":  Er habe  "im gesamten Wohnhaus  unerwartet hohe 
Stoeraussendungen festgestellt,  durch die  Funkempfang im gesamten Frequenz-
bereich   von   ca. 4,8 bis 21 MHz   praktisch  vollstaendig  verleidet  bzw. 
unmoeglich   gemacht   wird".    Die   asymmetrischen   Stoerspannungen   auf 
Netzleitungen in der Naehe des Modems haetten  nach seinen Messungen mehr als 
124 dBuV betragen.  Das sei  fast tausendmal mehr,  als einem Haushaltsgeraet 
zugestanden werde.

Die   Kurzwellenhoerer-Vereinigung ADDX   empfiehlt   jedem   Kaeufer   eines 
Powerline-Modems, sich vom Verkaeufer bescheinigen zu lassen, dass dieser das 
Modem im Falle von Funkstoerungen zuruecknimmt  und  ggf.  auch Schadenersatz 
leistet.  Ein  entsprechendes Formular  kann auf der  Homepage der ADDX unter 
www.addx.de/plc/PLC-Muster03.pdf heruntergeladen werden.

Weitere   umfassende  Informationen  zur  Powerline-Problematik  gibt  es  im 
Internet unter www.darc.de/aktuell/plc/index.html und www.addx.de/plc/plc.php

     - wolf -

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Dieser  Beitrag  darf  ungekuerzt  und  mit Quellenangabe in nichtgewerbliche 
Medien  (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprueche, CB-Packet-Radio) uebernommen 
werden.

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/08037.htm

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